Ja, an den meisten Orten, solange Sie in der Lagune baden und den gesunden Menschenverstand nutzen. Ein Korallenriff umgibt fast die ganze Insel und hält die großen Wellen fern, das Wasser am Strand ist deshalb meist ruhig, flach und warm. Trotzdem fordert das Meer auf Mauritius jedes Jahr Todesopfer, fast immer, wenn Menschen dort schwimmen, wo sie es nicht sollten. Darauf sollten Sie achten.
Lagune oder offenes Meer
Innerhalb des Riffs ist die Lagune meist geschützt und ruhig. Dahinter beginnt der offene Ozean mit starken Strömungen und hohem Seegang. An manchen Stellen ist das Riff von Kanälen unterbrochen, den sogenannten Passes, durch die das Wasser in die Lagune hinein- und wieder hinausströmt. Die Strömung in und an diesen Durchlässen kann selbst gute Schwimmer aufs Meer hinausziehen.
- Bleiben Sie deutlich innerhalb der Lagune und schwimmen Sie nicht bis zum Riff hinaus.
- Halten Sie Abstand zu den Durchlässen. Sie zeigen sich oft als dunkleres, tieferes Wasser oder als Lücke in der Linie der brechenden Wellen.
- Baden Sie nicht an Küsten ohne Riff, etwa in Gris Gris und an weiten Teilen der Südküste, wo die Wellen direkt am Ufer brechen.
- Meiden Sie nach starkem Regen Flussmündungen, dort ist das Wasser trüb und die Strömung stärker.
Schilder, Flaggen und Rettungsschwimmer
Lesen Sie die Schilder am Strand. Sie warnen vor starker Strömung, hohem Seegang, Bootskanälen und Badeverbotszonen. Nutzen Sie abgegrenzte Badezonen, wo es sie gibt, denn sie halten Boote fern.
Verlassen Sie sich nicht auf Rettungsschwimmer. An einigen belebten öffentlichen Stränden gibt es bewachte Bereiche, an den meisten aber keine. Hotels behalten meist ihren eigenen Strandabschnitt im Blick, nicht aber die ganze Lagune.
Der mauritische Wetterdienst gibt Warnungen vor hohem Seegang heraus, vor allem im Winter. Solange eine solche Warnung gilt, bleiben Sie aus dem Meer, auch aus der Lagune.
Meeresbewohner, auf die Sie achten sollten
Steinfische
Die eigentliche Gefahr im flachen Wasser. Steinfische sind auf Felsen und Korallen perfekt getarnt, und ihre Stacheln sind äußerst giftig. Tragen Sie Badeschuhe, besonders auf steinigem oder korallenreichem Grund, und schieben Sie die Füße beim Gehen über den Boden. Nach einem Stich halten Sie den Fuß in so heißes Wasser, wie Sie es aushalten, und gehen sofort ins Krankenhaus oder zum Arzt.
Seeigel
Häufig auf Felsen und Korallen. Ihre Stacheln brechen in der Haut ab und schmerzen. Auch hier helfen Badeschuhe.
Quallen
Quallen und Portugiesische Galeeren treiben manchmal in die Lagunen, meist nach einem Wind- oder Wetterwechsel. Küstenwache und lokale Medien geben dann Warnungen heraus. Nach einem Kontakt verlassen Sie das Wasser, spülen mit Meerwasser (nicht mit Süßwasser) und entfernen vorsichtig eventuelle Tentakel.
Haie
Haiangriffe sind auf Mauritius extrem selten, und das Riff hält große Haie aus den meisten Lagunen fern. Das Risiko ist viel geringer als an den offenen Küsten der Nachbarinsel Réunion.
Korallen
Berühren oder betreten Sie keine Korallen. Sie schneiden leicht, die Wunden können sich entzünden, und jede Berührung schädigt das Riff.
Sichere Badestrände
Zu den ruhigsten Lagunen für Familien und weniger geübte Schwimmer gehören Pereybère, Mont Choisy und Trou aux Biches im Norden, Flic en Flac im Westen, Belle Mare und Palmar im Osten und Blue Bay im Südosten. Siehe unseren Ratgeber zu den schönsten Stränden auf Mauritius.
Grundregeln
- Schwimmen Sie nie allein, nach Alkohol oder nach Einbruch der Dunkelheit.
- Behalten Sie Kinder immer im Blick, auch im flachen Wasser.
- Tragen Sie bei Bootsausflügen eine Schwimmweste, wenn Sie keine sichere Schwimmerin oder kein sicherer Schwimmer sind, und schnorcheln Sie nur dort, wo die Crew es sagt.
- Verlassen Sie sich nicht auf aufblasbare Schwimmhilfen. Ablandiger Wind kann sie schnell hinaustreiben.
- Schützen Sie sich vor der Sonne: Tragen Sie ein Lycra-Shirt und riffschonende Sonnencreme und meiden Sie die Mittagsstunden.
- Im Notfall wählen Sie 112 oder 999.
